Bilanz von Firenze 10plus10

(unredigiert)

1O Jahre nach dem 1. ESF traf man/frau sich wieder in Florenz. Nicht um zu „feiern“, sondern vor allem um kritisch zu bilanzieren und nach vorne zu schauen.

Vor 10 Jahren waren wir 70 OOO, an der Demo gegen den drohenden Irak- Krieg nahm eine Million Menschen teil. Diesmal waren wir einige Tausend (die Zahl 4000, die kursiert, scheint mir zu hoch gegriffen).

Die Veranstaltung in Florenz lief nicht unter dem Titel „10 Jahre ESF“, sondern eben „Firenze10plus 10“. Neue AkteurInnen sollten angesprochen werden (Occupy, Indignados,usw.), was aber nur recht beschränkt der Fall war. Wenn ich so meine Runden durch die Seminare und Plena zog, sah ich viele, viele bekannte Gesichter… Von den „großen“ Gewerkschaften kam die CGIL, die CGT, weiters waren GewerkschafterInnen aus Belgien da und die Cobas. Auch die Versuche mehr politische Linkskräfte einzubinden, gelang nur zum Teil. Von daher läßt sich ohne wenn und aber sagen: um das ESF kann auch in Zukunft keinerlei „Umweg“ gemacht werden!

Trotz dieser Einschränkungen läßt sich für „Firenze10plus10“ insgesamt eine positive Bilanz ziehen. Überall war der Wille zu spüren, angesichts der offen ausbrechenden Krisen des Kapitalismus gemeinsam und gesamteuropäisch zu agieren. Es wurde eine Art road map von Aktivitäten bis hin zum Altersummit im Juni 2013 in Athen beschlossen- u.a.: Internationaler Aktionstag der Gewerkschaften am 14.November; Weltsozialforum in Tunis im März 2013; Zentral- und Osteuropäisches Sozial und Umwelforum in Wien im Mai 2013 etc.

Das Niveau in etlichen Seminmaren war hoch, das Klima produktiv und solidarisch. U.a. wurde ein Text zur Gefahr des ansteigenden Rechtsextremismus erarbeitet und im Schlußplenum angenommen.

Das Schlußplenum zeigte aber auch die zahlreichen Hürden, die es noch zu überwinden gilt. Trotz etlicher -stundenlanger- Sitzungen, gelang es nicht einen gemeinsamen, fundierten Text zu erarbeiten. Verabschiedet konnte nur die Liste der gemeinsamen Aktivitäten plus einer mehr als dürftigen „Einleitung“ werden.

Demzufolge gilt es jetzt verstärkt die Ärmel aufkrempeln: die inhaltlichen Analysen zu vertiefen, die Netzwerke international zu verschränken, gemeinsam die anstehenden Aktionen vorzubereiten und durchzuführen. Nur dann wird der Altersummit ein Erfolg sein und uns im Kampf gegen die Krisen des Kapitalismus real weiterbringen.

HOCH DIE INTERNATIONALE SOLIDARITÄT!

Hermann Dworczak

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