Archiv: Mythos Bilderberger

Ein Kommentar aus dem Juni 2010, aus aktuellem Anlaß (Bilderberger in UK) wieder hervorgekramt:

„Die Bilderberger“ tauchen immer wieder auf in diversen
Veroeffentlichungen — aber eben als Mythos. Kein Wunder, kann man doch ueber diesen verschwiegenen Club nur schwer berichten. Genau deswegen hat auch die akin nie darueber berichtet, weil alle uns zugaenglichen Texte eben hauptsaechlich verschwoerungstheoretisch waren.

Denn die oft recht kruden Vermutungen waren eher fuer die Akzeptanz des Treffens hilfreich, disqualifizierten sie sich doch oft genug selbst und damit alle Kritiker zu Spinnern. …

Dieses Treffen ist naemlich schon zu kritisieren — zum einen als es selbst, zum anderen als paradigmatisch fuer eine Machtelite, die glaubt, sie haette das Recht, diese Welt zu bestimmen, und niemand duerfe sie dabei stoeren. Selbst wenn diese Elite die edelsten Absichten haette, waere das schwer bedenklich.

Wie sensibel diese Machtelite ist und wie wenig sie es ertraegt, kritisiert zu werden, haben wir neulich am Beispiel des deutschen Bundespraesidenten Horst Köhler gesehen. Der war naemlich vor diesem Amt nie Politiker im klassischen Sinne, sondern einer dieser Machtverwalter. In seinen Positionen, zuletzt als IWF-Chef, war er es nicht gewohnt, dass er vom Plebs kritisiert wird. Er war schlicht der Meinung, dass man ihm als Bundespraesidenten zu huldigen habe und sonst nichts. Als dass dann nicht mehr der Fall war, fuehlte er sein „Amt beschaedigt“ und trat zurueck. Tja, das sind genau die Leute, die sich neben den gestandenen Politikern auf Treffen wie den Bilderbergern, aber auch dem European Round Table of Industrialists oder der Trilateralen Kommission versammeln. Denen muss man eben doch genauer auf die Finger schauen.

Ansatzweise war dies heuer sogar der Fall, denn es gab ein Camp in Katalanien nahe dem Versammlungshotel. Dort konnte man zwar genausowenig mitbekommen, was besprochen wurde, aber es machte die hohen Gaeste doch nervoes. Das konnte man daran erkennen, wie sehr die Polizei das Camp unter Druck setzte. Ein Teilnehmer des Camps nannte es auf einem Blog das „Big Brother Camp“, weil die Beobachtung 24 Stunden am Tag stattfand und so mancher Spaziergang auf einer oeffentlichen, nicht abgesperrten Strasse schon zur Verhaftung fuehren konnte.

Die totale Ueberwachung fuer die Nobodys, die totale Geheimhaltung fuer eine Elite, die ueber uns entscheidet. Da braucht man keine Verschwoerungstheorien, um zu wissen, dass da irgendwas falsch laeuft…

Bernhard Redl

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