Italien: Ex-Polizeichefs der G8-Razzien 2001 im Hausarrest

Drei von Italiens ehemals führenden Polizisten wurden nun unter Hausarrest gestellt für ihr Verhalten bei dem Polizeiüberfall auf dem G8-Gipfel 2001 in Genua, bei dem Dutzende von Demonstranten von der Polizei geschlagen worden waren.

Francesco Gratteri, ehemals die Nummer drei in der italienischen Polizei, und Giovanni Luperi, der Ex-Chef der italienischen Spezialoperationen-Zentrale (Ucigos), wurden beide zu einem einjährigen Hausarrest verurteilt.

Spartaco Mortola, der spezielle Operationen in Genua durchführte, bekam einen Acht-Monats-Aufenthalt zu Hause. Die drei wurden ursprünglich zu Gefängnisstrafen verurteilt, müssen aber nicht ins Gefängnis, weil nach italienischen Verjährungsbestimmungen zu viel Zeit seither vergangen ist.

Die Nachricht wurde von Vittorio Agnoletto, Sprecher des Genoa Social Forum Gruppe von Anti-G8-Aktivisten begrüßt. „Besser spät als nie“, sagte er, immerhin seien mehr als 12 Jahre vergangen.

Genoa Social Forum-Mitglieder hatten legal bei einer Schule in der Stadt kampiert als Teil ihrer Proteste gegen das Gipfeltreffen der weltweit acht größten Volkswirtschaften, als die Polizei das Gebäude in den frühen Morgenstunden des 22. Juli 2001 durchsuchte. Laut einem Bericht von Amnesty International schliefen viele der Demonstranten zu dieser Zeit und erhielten „vorsätzliche und grundlose Schläge“ die bis zur Bewußtlosigkeit führten..

Während der Proteste in Genua hatte die Polizei auch den 23-jährigen Carlo Giuliani erschossen. Im Jahr 2011 entschied der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte, daß die italienische Polizei keine exzessive Gewalt gegen ihn verwendet habe. (thelocal.it/Ü: akin)

Quelle: http://www.thelocal.it/20140103/ex-police-bosses-arrested-over-g8-raids

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