rechte gewalt

querg'schrieben

Die Debatte um die unnötige Gewalt bei der großteils friedlichen Demonstration gegen den Burschenschafter-Ball in der Hofburg hat mich etwas ratlos hinterlassen. Die Empörung über die paar zerstörten Fensterscheiben ist legitim. Aber ich wünsche mir diese Empörung in entsprechend größerem Ausmaß bei wirklich gefährlicher Gewalt. Denn ein Problem haben wir in diesem Land nicht mit als links titulierter Gewalt, sondern mit rechter Gewalt. Und zwar mit rechter Gewalt gegen Menschen. Die kommt nicht von ungefähr, sondern wird von jenen bedient, die gestern das Tanzbein geschwungen haben. Ein Auszug daraus.

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4 Gedanken zu „rechte gewalt

  1. Gewalt ist aus meiner Sicht prinzipiell ein Problem. Und wenn sie gesellschaftlich / politisch wird, erst Recht. Deshalb hab ich die überall plakatierten Hass-Slogans von nowkr abstoßend und kontraproduktiv empfunden – 80 Jahre nach dem Februar 34 sollte mehr politische Reife da sein.

  2. Insgesamt ist auch der Eindruck entstanden, dass die Kommunikation zwischen den verschiedenen Organisationen und Gruppierungen der Grünen schlecht funktioniert, dass ihr zu wenig Wert beigemessen wird. Das trifft übrigens genauso auf Rot und Schwarz zu. Es ist mehr als traurig, dass gegenwärtig die Rechten plus Kronenzeitung gegenüber der breiten Bevölkerung das klarste Bild abgeben. Da braucht man sich nicht zu wundern…….

  3. Hätten die Jungen Grünen und die vielen vielen friedlichen Protestierenden klug (re-)agiert und gewalttätige Akteure isoliert und das fragwürdige Verhalten der Polizei beobachtet und dokumentiert, dann wäre es vielleicht gelungen, den Nachweis auch rechtsextremer Provokateure zu bringen. Stattdessen ist bei den Jungen Grünen „das Bummerl“ geblieben.

  4. Im übrigen finde ich es jämmerlich, wenn sich politische Aktivist_innen anonym auf einer Seite wie dieser Nowkr zu verstecken, die die Jungen Grünen „zum Schutz von verfolgten DemonstrantInnen“ gehostet haben. Solange wir zumindest formal Demokratie haben, auch wenn sie in einem beklagenswerten Zustand ist, diskreditiert solches Verhalten in meinen Augen jegliches politische Engagement zum „Indianerspielen“. Wer nicht Mut und Einsatz genug hat, als Person für seinen politischen Protest gerade zu stehen, braucht nicht darüber zu urteilen, was Menschen zu Zeiten an Widerstand nicht aufgebracht haben, wo man einen Kopf kürzer dafür gemacht wurde. Außerdem wird ja sowieso alles überwacht, auch nowkr….

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