Mikl-Leitner, Bundesministerin für Ehrlichkeit, Gedächtnispflege und Fairness

[Aussendung von SOS Mitmensch]

Innenministerin Mikl-Leitner hat am 3. August 2013 eine ganz konkrete Frage gestellt bekommen. Sie wurde NICHT gefragt, mit welchen Methoden Schlepperorganisationen im Allgemeinen arbeiten, sondern sie wurde gefragt, mit welchen Methoden DER Schleppering gearbeitet habe, dessen mutmaßliche Aushebung die Polizei wenige Tage zuvor bekannt gegeben hatte. Doch jetzt, nach der Enthaftung der 8 Beschuldigten und nachdem bekannt wurde, wie unsauber Polizei und Justiz gearbeitet haben und wie übel gegen die Beschuldigten und die gesamte Flüchtlingsprotestbewegung kampagnisiert wurde, behauptet Mikl-Leitner plötzlich in diversen Interviews, dass sie mit ihren Aussagen über die Brutalität der angeblichen Schlepper lediglich „ganz generell Schlepperringe“ gemeint habe. Und Fehler habe sie natürlich keine gemacht, erklärt uns die Innenministerin.

Sehr geehrte Frau Mikl-Leitner, Sie irren gleich doppelt! Selbstverständlich haben Sie sich im Zuge der Verhaftung der Beschuldigten schwere Verfehlungen zu Schulden kommen lassen. Und diese Verfehlungen steigern Sie jetzt noch, indem Sie sich nicht entschuldigen, sondern jene Dreistigkeit der Uminterpretation der Vergangenheit und des Versteck- und Verwirrspiels an den Tag legen, die wir eigentlich bei einem Politiker vom Schlage eines Herrn Mölzer gewohnt sind. Wir fordern Sie dringend auf, Frau Innenministerin: Geben Sie Ihre Verfehlungen zu und entschuldigen Sie sich, bevor Sie noch mehr Schuld auf sich laden!

So liest sich das Kurier-Interview vom 3. August 2013 im Original:

KURIER: Ist der Schlepper-Ring nun komplett ausgehoben? Oder wird es noch weitere Verhaftungen geben?

MIKL-LEITNER: Die Ermittlungsarbeiten laufen noch weiter. Ob es noch weitere Verhaftungen geben wird, werden die Staatsanwaltschaften Wien und Wr. Neustadt entscheiden. Wir wissen, dass es sich hier um einen Schlepper-Ring handelt, der auf die brutalste Art und Weise vorgeht. Bis jetzt gab es sieben Verhaftungen, davon fünf allein im Umfeld des Servitenklosters.

KURIER: Mit welchen brutalen Methoden hat der Schlepper-Ring gearbeitet?

MIKL-LEITNER: Sie haben äußerst unmenschlich agiert. Wenn es etwa Probleme mit schwangeren Frauen auf der Schlepper-Route gab, dann wurden diese Frauen hilflos auf der Route zurückgelassen.

[Originalaussendung Ende / Titel von der Redaktion]

Werbeanzeigen

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s