Beschränktes Deserteursgedenken

Während auf den meisten örtlichen „Kriegerdenkmälern“, den „Gefallenen des 1. und 2. Weltkrieges“ gedacht wird, konzentriert sich das Wiener „Deserteursdenkmal“ nur auf die NS-Wehrmacht von 1939-45. Damit schließt es die – militärischen und zivilen – Opfer der kaiserlichen
Justiz explizit aus. Ebenso jene in den folgenden Jahrzehnten (z.B. 1934, 2. Weltkrieg). Deshalb müssen auch die Wehr- bzw. Kriegsdienstverweigerer erwähnt werden.

Sind Denkmäler an sich schon problematisch, so wären für Kriegsgegner höchstens Gedenktafeln „Für die Opfer der Kriege“ akzeptierbar, die keine direkt oder indirekt Betroffenen ausschließen.

Übrigens wird der Chor „Gegenstimmen“ am Schluss der offiziellen Deserteursdenkmal-Zeremonie (24.10. 11h am Ballhauspl., http://www.deserteure.at/ ) mit dem Lied „Sag Nein!“ (Text: Tucholsky/Borchert) den umfassenderen Protest und gewaltfreien Widerstand ausdrücken! ( http://www.gegenstimmen.org/ggst/ )

Matthias Reichl
Pressesprecher
Begegnungszentrum für aktive Gewaltlosigkeit, Bad Ischl
www.begegnungszentrum.at

20.10.2014

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s