WKR-Ball-Proteste: Nächster Kriminalisierungsversuch

In der heutigen Ausgabe des „Standard“ gab es eine Meldung ( http://derstandard.at/2000009821979/AkademikerballVeranstalter-zeigte-Demo-Aufrufer-an ) , die mich sehr erschreckt hat.

Es handelt sich um den Versuch eines Vertreters der F, die Proteste gegen den Burschenschafter (pardon WKR) Ball zu kriminalisieren. Seit wann wären friedliche Blockaden als politische Kundgebung fraglich? Darf nur die Polizei die Bevölkerung mit Blockaden belästigen, wie zuletzt als über tausend Beamten große Teile der Leopoldstadt abgesperrten, um etwa 30 Leute aus einem Haus zu entfernen?

Es war außerdem auch ein perfider Versuch. tausende Antifaschisten als potentiell gewalttätig zu denunzieren. Auch im Vorjahr waren es sicher weniger als 7% der Demonstrationsteilnehmer, die gewalttätig gegen SACHEN vorgingen. Bei jedem größeren Fussball-Event sind es mehr! Ist Ihnen oder der Polizei ein einziger Fall bekannt, wo Teilnehmer bezw.Sympathisanten dieser Veranstaltung der äußersten Rechten an Leib und Leben Schäden erlitten hätten? Im Gegensatz zum Sozialdemokraten Albrecht Konecny, der vor fast 2 Jahren tätlich angegriffen wurde.

So lobenswert die Bemühungen um eine wirksamere Demokratie sind, als Bürgerin frage ich mich doch: „Wer regiert diese Stadt wirklich?“. Immerhin gibt es einen einstimmigen Beschluss der gewählten Wiener Landesregierung, dass dieser Ball, der als Treffpunkt der einschlägigen Szene von ganz Europa gilt, in Wien nicht erwünscht sei.“
Welche Geltung hat diese Stellungnahme der Wiener Volksvertretung?

Wenn so repräsentative Räumlichkeiten dieses Landes nur nach rein kaufmännischen Gesichtspunkten vermietet werden, könnte nicht das ganze Land als käuflich betrachtet werden?

Dora Schimanko

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