Eilige Gedanken zu Ball, Verbot, Gewalt und Medien

Es scheint „in Teilen der journalistischen Zunft eine geradezu reflexhafte Bereitschaft vorhanden, inhaltliche Auseinandersetzung mit dem Stein des Anstoßes ein- oder zumindest hintanzustellen, sobald die redaktionelle Hoffnung auf kamerataugliche Pflastersteinwürfe, Scheibenbrüche und Barrikadenbau erste Nahrung erhält.“

FIPU

Ich erhalte in den Tagen und Wochen vor dem WKR-/Akademikerball viele Anfragen – heuer sind es mehr denn je. Das freut mich, weil es Interesse an meiner Arbeit über Burschenschaften bezeugt. Was mich weniger freut ist, dass der Inhalt der Anfragen, je näher der Ball rückt, verlässlich immer weiter von Burschenschaften weg- und zu Demonstrationen, Polizei und juristischem Drumherum hinrückt. Das journalistische Interesse an diesen Belangen ist natürlich legitim, ich bin dafür aber schlicht kein geeigneter Ansprechpartner. Die antifaschistischen Bündnisse, die Proteste organisieren, können sehr gut für sich selbst sprechen. Von Polizeitaktik wiederum hab ich keine und von Versammlungsrecht nur rudimentäre Ahnung.

Nun mag die Vermutung naheliegen, dass erwähnte Fokusverschiebung der (verbal?-)radikalen Linken anzulasten sei, die durch militantes Auftreten die Problematik eines Stelldicheins der äußersten akademischen Rechten in der Hofburg in den Hintergrund dränge. Diese Sichtweise wäre m.E. allerdings zu kurz gegriffen. Zum einen scheint mir in Teilen der journalistischen…

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