CSU und SPD blasen zur Jagd auf Depressive

Der Lindwurm

Wenn jetzt der bayrische Innenminister Joachim Herrman (CSU) Berufsverbote für Depressive verhängen will, könnte man kurz auflachen und rufen: „Ach, diese Bayern mal wieder“. Solcherlei inhumanen Quatsch Kennt man ja von diesem Gebirgsvolk, dessen derzeitiger Ministerpräsident Horst Seehofer 1987 verlangt hatte, HIV-Infizierte in „speziellen Heimen zu konzentrieren“ (sic). Leider ist es mittlerweile so, dass wo zur Jagd auf Menschen geblasen wird, die SPD dringend mitblasen möchte, und so kann sich auch SPD-Vizebundestagsfraktionsvorsitzender Karl Lauterbach vorstellen, an Depression Erkrankten die Ausübung ihres Berufes zu verbieten. Bei Lauterbach klingt das noch schlimmer als beim CSUler: „Wenn etwa eine gefährliche Depression eindeutig diagnostiziert wird und sich der Patient einer Behandlung verweigert, wäre ein Berufsverbot die letzte Konsequenz“.

„Gefährliche Depression“ – da ist er wieder, der Mythos vom gefährlichen Irren, rücksichtlos geschürt von populistischen  Politikern im Wissen darum, dass eine deutliche Mehrheit der Bevölkerung meint, Depressiven ihre Existenzgrundlage zu entziehen, sei…

Ursprünglichen Post anzeigen 459 weitere Wörter

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