Jetzt und in der Nacht: PAZ-Demo gg Afghanistan-Abschiebungen

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Keine Abschiebungen nach Afghanistan und anderswo hin! Bleiberecht für alle! افغانستان ته بیرته استول بند کړئ!
Zeit: Dienstag, 30. Mai 2017, 18.00 Uhr, bis Mittwoch, 31.05.2017, 02.00 Uhr
Ort: Oskar Morgensternplatz, neben dem PAZ, Roßauerlände/Ecke Berggasse, 1090 Wien.
Aufstellung im Oskar Morgensternplatz, neben dem PAZ, Roßauerlände/Ecke Berggasse.
Ab 20 Uhr: Route hinter das Polizeianhalterzentrum über folgenden Zugweg: Berggasse – Hahngasse- Grünentorgasse und zurück zum Kundgebungsplatz im Oskar Morgensternplatz.
Kritik an der Behauptung, Afghanistan wäre ein „sicheres Herkunftsland.“ Forderung nach Freilassung der in Schubhaft befindlichen und von Abschiebung bedrohten Geflüchteten.
In der Nacht vom Dienstag, 30.05., auf Mittwoch, 31.05.2017 sollen vom Wien aus Geflüchtete per Charterflug aus Schweden nach Afghanistan abgeschoben werden. Wir rufen dazu auf, an diesem Abend vor das Oskar Morgensternplatz zu kommen. Die Kundgebung ist angemeldet.
Setzen wir gemeinsam ein starkes Signal gegen diese menschenfeindliche und Rassistische Abschiebepolitik! Zeigen wir aktive Solidarität mit denen, die am 30.05. aus der Schubhaft zum Flughafen gebracht werden sollen, sowie mit allen aus Afghanistan Geflüchteten und mit allen Menschen, deren Leben und Freiheit von Abschiebung bedroht ist! Zeigen wir der Republik Österreich: Wir nehmen es nicht hin, wenn ihr Menschen abschiebt!
Zur Durchsetzung einer Rassistischen Asylpolitik ist der Staat Österreich bereit, Menschen in ein Kriegsgebiet abzuschieben: Egal, dass Afghanistan als eines der gefährlichsten Länder der Erde gilt. Egal, dass Politiker_innen westlicher Staaten sich selbst nur mit militärischem Geleitschutz dorthin wagen. Egal, dass im Jahr 2016 in Afghanistan eine Rekordzahl von Zivilpersonen getötet wurde.
In Afghanistan herrscht seit mittlerweile 40 Jahren Krieg. Die NATO-Staaten beherrschen bis heute das Land als faktische Militärkolonie. Sie haben wesentlich dazu beigetragen, brutale Willkürherrschaft, Warlord- und Mafiaökonomie und Gewalt in allen Lebensbereichen als Dauerzustand zu verfestigen. Die Mehrzahl der Menschen in Afghanistan lebt am Existenzminimum und ohne Zugang zu Erwerbsarbeit. Gewalt und Mord an Frauen und LGBTI-Personen nehmen unter diesen Verhältnissen erschreckend zu. Ein sicheres Leben gibt es in Afghanistan nirgendwo und für keinen. Viele Menschen entscheiden sich, bzw. haben gar keine andere Wahl, als vor solchen Zuständen zu flüchten.
Der österreichische, ähnlich wie der deutsche Staat, haben sich von vordergründiger Willkommensrhetorik längst verabschiedet und schieben gnadenlos Menschen, die zu Unerwünschten erklärt werden, überall hin ab, wo es ihnen opportun erscheint. Für Sobotka, Kurz, Doskozil und Co. zählen weder verfassungsmäßige noch menschenrechtliche Mindeststandards bei ihrem Versuch, die FPÖ rechts zu überholen.
Kommt am Dienstag, 30.05., alle zum Oskar Morgensternplatz! Seien wir zusammen laut, unübersehbar und solidarisch gegen die Rassistische Abschiebepolitik!
Freiheit für die Menschen, die am 30.05. abgeschoben werden sollen, und für alle anderen Schubhaft-Gefangenen! Für ein lautes NEIN gegen die Charter-Abschiebung nach Afghanistan ebenso wie gegen alle Abschiebungen!
Sobotka, Kurz, Doskozil – don’t touch the people! Stand up, resist, stop all deportations!

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