Zwei Kundgebungen am 3.Mai (Türkei, Homophobie)

Pressefreiheit in der Türkei

(Aussendung einer türkischen Gruppe, deren Vertreter aus verständlichen Gründen ihre Namen in keiner Zeitung lesen möchten.)

Am Tag der Pressefreiheit, den 3.Mai um 11:00 Uhr veranstalten wir eine Kundgebung am Stock-im-Eisen-Platz aus Solidarität mit den in der Türkei inhaftierten Journalisten.

Die Türkei ist zum größten Gefängnis für Journalisten geworden, denn hier werden sie aus reiner Willkür aufgrund ihrer Berufsausübung bestraft. Vor allem nach dem Putschversuch am 15.Juli 2016 begann die Regierung eine Hexenjagd gegen Medien-Mitarbeiter, welche ihren Gipfel im Rahmen des Ausnahmezustandes erreichte.

Zahlreiche Medien wurden geschlossen und Journalisten zu längeren Haftstrafen, u.a. auch zu lebenslanger Haft, verurteilt.

Wir wollen daher die Medien-Mitarbeiter in der Türkei, wo Journalisten des Terrors angeschuldigt werden, wo Oppositionelle willkürlich inhaftiert werden und wo das Verhängen langer Haftstrafen zur Norm geworden sind, beistehen und möchten Sie dazu einladen, uns zu unterstützen.

*

Kundgebung gegen homophoben Sänger

(Aussendung der HOSI Wien)

„Wir entfachen ein Feuer für euch stinkende Schwuchteln und Parasiten. Jamaika wird niemals zulassen, dass ihr unser Paradies beschmutzt“, singt der jamaikanische Reggae-Sänger Bounty Killer, der am 3. Mai in Wien ein Konzert geben will. Auch zum Ertränken oder Auslöschen der „Schwuchteln“ durch einen Laserstrahl hat er in früheren Liedern bereits aufgerufen. So extremer Hass hat in Österreich nichts verloren. Deshalb ruft die Homosexuelle Initiative (HOSI) Wien zu Protesten gegen das Konzert auf, das im Wiener Reigen stattfinden soll. „Hier ist eine Grenze überschritten. Dieses Konzert gehört abgesagt, genauso wie schon vor zwei Wochen das in Berlin geplante“, fordert Moritz Yvon, Obmann der HOSI Wien. „Bei Aufruf zum Mord kann von Kunst keine Rede mehr sein. Schlimm genug, wenn das Reigen das nicht versteht dann müssen wir eben selbst dagegen vorgehen.“

Vom Veranstalter Bunfiresquad zeigt sich Yvon enttäuscht: „Die Beschwichtigungen, Bounty Killer würde diese Zeilen so eh nicht mehr singen, können wir nur als schlechten Scherz deuten. Es ist ja wohl das absolute Minimum, dass nicht auf offener Bühne zum Mord aufgerufen wird.“ Lui Fidelsberger, Obfrau der HOSI Wien, ergänzt: „Würden sie denn auch Neonazis willkommen heißen, solange sie nur versprechen, keinen Hitlergruß zu zeigen?“

Weiters erklärt sie: „Wir hoffen jedenfalls, dass sich die Förderer des Reigen fragen, welche Inhalte sie da unterstützen, immerhin sind bekannte Marken wie Yamaha, Ottakringer, Bacardi, AKG und einige andere mit ihren Logos auf deren Website vertreten. So werden sie weder ihren Kundinnen und Kunden gerecht, noch ihren MitarbeiterInnen, für die sie doch eine Fürsorgepflicht haben. Ein positives Bild entsteht so jedenfalls nicht.“ (gek.)

Kundgebung ab 20Uhr, Wien, Kennedybrücke (U4 Hietzing, gleich vor dem Reigen)

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Ein Gedanke zu „Zwei Kundgebungen am 3.Mai (Türkei, Homophobie)

  1. Ich habe schon oft von der Homophobie in Jamaika gehört und grad
    jetzt,nachdem ich den blog gelesen habe, in WIKIPEDIA zu
    „Homosexualität in Jamaika“ nachgelesen: Homosexualität zwischen
    Männern ist dort verboten und wird mit bis zu 10 Jahren Haft
    bestraft.

    Es gibt ein Gesetz“Offences against the Person Act“,das Analverkehr
    zwischen Männern einem Analverkehr mit Tieren gleichstellt
    – so ein Gesetz gab`s auch mal in Österreich: da war“Unzucht
    mit gleichgeschlechtlichen Personen oder mit Tieren“ verboten.

    Viele der einschlägigen Artikel der Gesetze in Jamaika sehen auch
    Zwangsarbeit vor.(z.B.bei „grobem Sittlichkeitsvergehen“,wobei
    das – nona – nicht genau definiert wird!)

    Hohe Persönlichkeiten Jamaikas werfen Internat.Organisationen
    vor,sich in innenpolit.Angelegenheiten einzumischen., Schliesslich
    gehe es um das Aufrechterhalten christlicher Werte – und das
    in einem Land,das ja eigentlich religilös tolerant und vielfältig
    ist – wenn man etwa an die Rastifarianer denkt.

    Im karibischen Raum gilt Jamaika als der gefährlichste Ort
    für sexuelle Minderheiten. Viele Reggae – u.Dancehallsänger
    rufen in ihren Texten zum Verbrennen und Töten von
    Schwulen auf. Weiters gibt es von seiten der Polizei oft
    Misshandlungen,manchmal auch Folterungen von Schwulen.

    Die Regierung sieht lt.WIKIPEDIA keinen Handlungsbedarf.
    um da etwas zu ändern.

    Auch Zeitungen wie der Sunday Herald(Schlagzeile“No homos“),
    Pfarrer und ein Gewerkschaftsvorsitzender sehen das so.

    96 % der Jamaikaner sollen gegen eine Lockerung dieser
    Gesetze sein. Interessanterweise akzeptiert die Voodo-Religion
    alle sexuellen Orientierungen.

    Die Menschenrechtsgruppe OutRage hat zusammen mit der
    Stop Murder Music Coalition eine Internat.Kampagne gegen
    Homophobie gestartet.Live-Auftritte sollen unterbrochen werden,
    sobald schwulenfeindliche Musik gespielt wird,es sollen
    keine schwulenfeindlichen Liedtexte veröffentlicht werden.Das
    Kanadische Hohe Kommissariat verlangt von Musikern,
    die in Kanada auftreten wollen, eine Entertainer Declaration
    zu unterschreiben und bezieht sich auf das kanad.Strafgesetz,die
    Kanad.Charta der Rechte u.Freiheiten und das kanad.Menschen-
    rechtsgesetz. Sie sollen sich verpflichten,nicht an Hassaktionen
    gegen Menschen wegen ihrer sexuellen Orientierung teilzunehmen
    oder solche zu befürworten.

    Mehrere Reggae-Stars,darunter Beenie Man,Sizzla und Capleton,
    unterzeichneten mit Stop murder Music ein Abkommen – hielten
    sich aber nicht an die Vereinbarung.

    Gerhard Lehner

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