Waldhäusl, die Schweine und der Dreck

Nicht nur Hunde mit Migrationshintergrund sind dem FPÖ-Politiker ein Anliegen

In der Debatte um die Kürzungen der Familienleistungen im Spar-Budget der Bundesregierung sagte Gottfried Waldhäusl als FPÖ-NÖ-Klubobmann 2011 in Anspielung auf die eingetragene Partnerschaft für Homosexuelle, dass für die Familien kein Geld da sei, aber „Schwuchteln“ unterstützen kein Problem sei.
https://derstandard.at/1295571055660/Landtag-Niederoesterreich-Schwuchtel-ist-Umgangssprache

Weil ein Antrag der FPÖ, der unter anderem die chemische Kastration von Triebtätern forderte, in der NÖ-Landtagssitzung von den anderen Parteien abgelehnt wurde, bezeichnete Waldhäusl ÖVP, SPÖ und Grüne in einer Aussendung als „Anwälte von Kinderschändern“.
http://noe.orf.at/news/stories/2524926/

Waldhausl im NÖ-Wahlkampf 2018 über das Verhalten der jetzigen Landeshauptfrau und damaligen Innenministerin Mikl-Leitner im Jahr 2015 gegenüber den Flüchtlingen: „Ein bisserl salopp formuliert: Sie ist dortgstanden und hat ihnen sogar noch die Jausensackerln hingschmissen, damit sie dann Kraft genug zum Vergewaltigen unserer Frauen und Kinder haben.“
(Interview/Werbespot in „N1“, Niederösterreich-Fernsehen)
https://www.youtube.com/watch?v=z4fJ8JqBvyA

„Dreckskünstler wollen wir nicht fördern. Die Freiheit der Kunst, ja, aber kein Geld dafür! Wenn unter Mikl-Leitner es möglich war, daß jemand in Wien in der Karlskirche in den Weihbrunnen pinkelt, an Kunstpreis und a Geld dafür kriegt, na, für so Sauereien haben wir nichts über.“
(ebenda)

Über seine Arbeit als neuer Landesrat, unter anderem zuständig für Asylangelegenheiten: „Ich bin jetzt ein Monat im Amt und habe festgestellt, dass ich, wenn ich den Saustall aufräumen will, den mein Vorgänger hinterlassen hat, einige Monate beschäftigt bin. Vor allem weil ich fast jeden Tag wieder auf neue Baustellen draufkomme, wie zum Beispiel die 405 illegal Geduldeten, die in freien Quartieren auf ein Bankkonto Geldleistungen überwiesen bekommen.“
(NÖN, 1.Mai 2018)
https://www.noen.at/niederoesterreich/politik/interview-waldhaeusl-gestalten-ist-schoener-als-opposition-gottfried-waldhaeusl-noen-interview-landesrat-interview-91440832

Und vor ein paar Tagen ortete Waldhäusl in seiner Funktion als für den Tierschutz zuständige Landesrat einen „Affront gegen unsere Schweinbauern, die ohnehin schwere Zeiten haben“, weil Asylberechtigte als Erntehelfer danach gefragt haben sollen, ob bei ihrer Verköstigung auf Schweinefleisch verzichtet werden könne.
(Facebook-Seite des Herrn Waldhäusl)

Waldhäusls Verständnis von Tierschutz ist nämlich: „Derzeit ist es so, dass wir Tierschutz-Standards erhöht haben, sich die NGOs und Tierschutzvereine gefreut haben und die Betriebe hinter die Grenze übersiedelt sind.“ Das wirkliche Tierschutzproblem ist laut dem Landesrat ein anderes: „Mir geht es zudem auch darum, das illegale Schächten einzudämmen und als Tierquälerei strafrechtlich zu verfolgen.“
(NÖN, a.a.O.)

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