Rezension: Damit der Mehrwert mehr wert wird (Czasny, Arbeitswert)

Karl Czasny
Kritik des Arbeitswerts
Zum zentralen Begriff der ökonomischen Theorie von Karl Marx
Paperback, 291 Seiten, PapyRossa, Köln 2018
ISBN 978-3-89438-681-8

Es gibt Bücher, die man als potentieller Rezensent nur deswegen bestellt, damit man einen Grund hat, sie zu lesen. Und dann tut man es doch nicht. Oder zumindest kommt man nicht sehr weit. Weil die Zeit fehlt. Und der Nerv, was zu lesen, das länger ist als ein Zeitungsartikel. Und auch, weil es noch mehr Zeit beansprucht, um sich inhaltlich damit auseinanderzusetzen. Das vorliegende Werk ist einer dieser Fälle. Aber man hat dem Autor und dem Verlag versprochen, das Buch anzukündigen. Das Thema ist einem ja auch wichtig — schließlich wollte man sich ja per Rezensionsversprechen dazu zwingen, das Buch zu lesen. Und dann ist das noch dazu das Werk eines fleissigen Beitragsschreibers des eigenen Blattes! Also was macht man? Man formuliert den Waschzettel um. Aber das ist halt auch schofel. Dann könnte man noch den Autor zum Interview bitten. Der schreibt aber lieber anstatt zu reden. So versucht man ein Interview per eMail. Aber daraus wurde dann doch eher eine Debatte:

akin:
Lieber Karl Czasny, ich gestehe: Ich hab das mit dem Arbeitswert bei Marx nie wirklich verstanden. Nicht, weil es so kompliziert wäre, sondern weil ich Marxens Oberlehrertonfall im „Kapital“ einfach nicht ausgehalten habe. Und weil mir nie so ganz klar war, welcher Zweck damit verbunden ist, zu wissen, wieviel Arbeit für die Produktion von 20 Ellen Leinwand nötig ist. Denn im Kapitalismus, in der Marktwirtschaft, im Tauschhandel, wie immer man es nennen mag, zählt nunmal das dafür veranschlagte Tauschmittel, also Geld. Letztendlich ist der Mehrwert, der Profit, den der Eigentümer der Produktionsmittel abschöpfen kann, die Differenz zwischen dem, was die Produktion einer Ware geldmässig kostet und zu welchem Preis der Unternehmer dafür diese Ware verkaufen kann. Du hast jetzt ein Buch „Kritik des Arbeitswerts“ geschrieben — bevor ich darauf näher eingehe, frage ich dich mal nach dem Sinn der Bestimmung des Arbeitswerts? Wozu ist der gut?

Karl Czasny:
Du gehst mit Deiner Frage gleich in die Vollen. Da muss ich jetzt etwas ausholen. Beginnen wir mit dieser Differenz zwischen dem, was den Kapitalisten die Produktion seiner Waren kostet und dem Preis, zu dem er sie verkauft. Vor Marx konnte niemand vernünftig erklären, woher diese Differenz kommt. So wäre es etwa viel zu simpel, alles auf gegenseitige Übervorteilung der Kapitalisten zurückzuführen. Das ergäbe bloß ein Nullsummenspiel, bei dem die Gewinne der einen die Verluste der anderen sind. Es ist aber auch nicht so, dass der Kapitalist den Arbeiter betrügt, indem er ihm einen Lohn zahlt, der unter dem Wert seiner Arbeitskraft liegt. Das Problem besteht also darin, dass an der Oberfläche der Tauschvorgänge alles mit rechten Dingen zugeht, und am Ende trotzdem der Kapitalist mit Profit aussteigt, während der Arbeiter wieder dort steht, wo er am Beginn des Tauschhandels mit seinem Arbeitgeber stand. Schon die bürgerlichen Ökonomen vor Marx hatten unter diese Oberfläche des Tausches von Ware und Geld geblickt und dabei die von der Arbeitskraft geschaffenen Werte als Grundlage der Preise erkannt.

Die Erklärung dafür, wie ohne Verletzung der Regeln des Tausches Profit entsteht, lieferte dann aber erst die Entdeckung des Mehrwerts durch Marx. Damit gab er den Arbeitern ein begriffliches Werkzeug zur intellektuellen Erfassung ihrer zuvor nur im Sinne eines Bauchgefühls erlebten Ausbeutung. Diese ideologiekritische Stoßrichtung der Argumentation von Marx ist aber nicht der einzige Sinn seiner Untersuchungen von Arbeitswert und Mehrwert. Mindestens ebenso wichtig ist ihre gesellschafts- und krisentheoretische Funktion. Marx entdeckte nämlich auf dieser ökonomischen Tiefenebene die Bewegungsgesetze der Kapitalakkumulation und des kapitalistischen Marktes und lieferte damit der Arbeiterbewegung ein wesentliches Orientierungsinstrument für ihre politischen Kämpfe.

akin:
Also gehts letztendlich doch um den Mehrwert — und deswegen um den Arbeitswert, weil man ohne diesen sowas wie Mehrwert nicht bestimmen kann? Wenn ich das recht verstanden habe, geht es dir bei deiner Kritik auch nicht um den Arbeitswert, sondern um den Mehrwert. Sprich: Marx hat — so entnehme ich deinem Buch — nur jene Arbeit als „produktiv“ bezeichnet, die einen Mehrwert produziert, der vom Unternehmer abgeschöpft werden kann — also diesem einen Profit bringt. Und diese Produktivität war bei Marx genau deswegen nichts Positives, also nichts für die Produzenten — die lohnabhängig Erwerbstätigen — Erstrebenswertes. Wenn ich das recht verstanden habe, willst du eine neue Art von Mehrwert, also einen gesellschaftlichen Mehrwert postulieren und damit dem Begriff der „Produktivität“ eine positive Bedeutung geben? Kannst Du das erläutern? Und ich frag dann noch gleich hinterher: Ist dieser Ansatz zu einem Paradigmenwechsel ein prinzipiell bedingter, also schon zu Marxens Zeiten notwendiger gewesener, oder eine Anpassung an die postindustrielle, globalisierte Arbeits- und Wirtschaftswelt?

KC:
Für Marx war nur jene Arbeit produktiv, die Mehrwert fürs Kapital schafft. Und Marx war klar, dass der produktive Arbeiter zugleich mit diesem Mehrwert auch eine ganze Gesellschaftsordnung erzeugt, die für ihn ein Herrschafts- und Unterdrückungsgehäuse darstellt. Die Produktivität der Arbeit war also für Marx eine äußerst zweischneidige Angelegenheit. Er war jedoch der Ansicht, dass diese Form der Produktivität ein notwendiger Zwischenschritt auf dem Weg zu einer solidarisch vereinten Gesellschaft ist. Denn zu seiner Zeit war der Kapitalismus gerade erst im Aufbruch und erfüllte dabei seine unbestreitbar positive Mission, alle Schranken der alten Feudalordnung niederzureißen. Heute befinden wir uns in einer gänzlich anderen Lage: Der Kapitalismus hat mittlerweile die gesamte Weltgesellschaft durchdrungen und damit längst die ihm von Marx bescheinigte historische Funktion erfüllt. Mittlerweile stößt er selbst an Grenzen, hinter denen immer deutlicher die Konturen einer nun historisch möglichen solidarischen Gesellschaft sichtbar werden. In dieser Situation ist es meiner Meinung nach notwendig, der von Marx beschriebenen systemerhaltenden Produktivität im Dienste des Kapitals eine andere, systemüberwindende Form der Produktivität gegenüber zu stellen. Produktiv in diesem zweiten Sinne sind Investitionen, Arbeitstätigkeiten und Konsummuster in dem Maße, in dem sie dazu beitragen, dass sich neue Formen der Organisation der gesellschaftlichen Arbeit jenseits des Kapitalverhältnisses etablieren können.

akin:
Da fällt mir viel ein. Also die Produktivkräfte waren in MItteleuropa vor 100 Jahren auch schon entwickelt. Deswegen hat man ja dort damals schon die von Marx im Kommunistischen Manifest als unumgänglich beschriebene Revolution erwartet. Passiert ist sie dann im immer noch feudalen Rußland und das war ja wohl auch mit einer der Gründe, warum das dort gar so schiefgegangen ist. In Mitteleuropa haben sich hingegen als Arbeiterbewegung Gewerkschaften und Sozialdemokraten ausgeformt.

Was den Kapitalismus ja gerettet hat, sonst wären die Widersprüche zu groß geworden — so lese ich das auch aus deinem Buch heraus. Mit dem Ende der Sowjetunion meinte der Kapitalismus dann aber überhaupt keine Schranken mehr zu kennen und New Labour hat Applaus geklatscht. Aber was ist jetzt? Jetzt stehen wir wieder bei „Sozialismus oder Barbarei“?

Deine Umdefinition von Produktivität ist nett. Es erinnert ein bisserl an Christian Felbers Gemeinwohlökonomie. Aber was bringt so eine Theorie? Tacheles: Was wäre dazu die entsprechende Organisationform derer, die diesen klassischen Mehrwert produzieren, von dem sie aber nichts haben? Oder: Gehts hier um ein Plädoyer für ganz andere Produktionsformen, die Idee selbstverwalteter, Mehrwert in deinem Sinne produzierender Betriebe? Was tun, quasi?

KC:
Das war jetzt wieder ein ganzer Fragebogen. Ich antworte also der Reihe nach und möglichst kurz: Zuerst zum Vergleich mit der Situation vor 100 Jahren. Vergiss bitte nicht, dass es seither entscheidende Weiterentwicklungen der Produktivkräfte gab. Damals war gerade die zweite industrielle Revolution im Gang, während wir jetzt am Beginn der vierten stehen. Und selbstverständlich haben sich auch die Produktionsverhältnisse seither entscheidend weiterentwickelt. Globalisierung und Ausbau der Steuerungs- und Absicherungsfunktionen des Staates sind nur zwei der in diesem Kontext wichtigen Stichworte.

Dann zur scheinbar grenzenlosen Flexibilität und Überlebensfähigkeit des Kapitalismus: Ja, er kann seine inneren Widersprüche immer wieder auflösen. Das gelingt ihm aber stets nur dadurch, dass er auf einer jeweils höheren Ebene noch umfassendere Widersprüche etabliert. Dieses zweifelhafte Problemlösungsmuster führt mich zu Deiner Frage, ob wir mal wieder vor der Alternative „Sozialismus oder Barbarei“ stehen. Da möchte ich Dich auf die von der Zeitschrift ‚Bulletin of the Atomic Scientists‘ installierte Weltuntergangsuhr verweisen, die das Risiko einer globalen Katastrophe, insbesondere aufgrund eines Atomkrieges oder einer Klimakatastrophe, symbolisch darstellt. 1947 wurde sie mit der Zeigerstellung sieben Minuten vor zwölf gestartet und seither in Abhängigkeit von der Weltlage vor- oder zurückgestellt. Seit dem 24. Januar 2019 steht sie auf zwei Minuten vor zwölf. Und das war noch vor der formalen Aufkündigung des Abrüstungsvertrags für Mittelstreckenraketen durch Donald Trump.

Nun zu dem Bündel an Fragen, die sich auf den in meinem Buch ins Spiel gebrachten Gedanken einer systemtranszendierenden Form der Produktivität beziehen. Der Sinn dieser Begriffsbildung besteht darin, den Blick dafür zu schärfen, wo sich innerhalb des bestehenden Systems Keime von neuen Formen der Organisation der Arbeit und des Verhältnisses von Produzenten und Konsumenten zeigen, die über die Grenzen dieses Systems hinausweisen. Selbstverständlich hat das etwas mit Selbstverwaltung, demokratischer Planung und kollektivem Eigentum an den Produktionsmitteln zu tun. Und natürlich bestehen da Bezüge zu den Initiativen einer sozial-ökologischen Systemtransformation und auch zu Christian Felbers Konzept der Gemeinwohlökonomie. Der Haken bei Felbers Aktivitäten liegt vor allem in seiner grenzenlosen Naivität, was die Vereinbarkeit einer solchen Ökonomie mit den Grundprinzipien kapitalistischen Wirtschaftens betrifft.

Am Schluss noch zu: „Was tun?“: Im Buch über den Arbeitswert geht es um eine andere Frage. Sie lautet: WIE muss man das, was IST, analysieren, damit die Ergebnisse dieser Untersuchung unseren Diskussionen über die Frage „Was tun?“ eine Perspektive weisen?

akin:
Also ich vergesse sicher nicht die -zig Umbrüche. Es ist ja nicht nur die technologische Entwicklung bei der Warenproduktion zu beachten, sondern auch die Entwicklung des Dienstleistungssektors und der Klasse der Büroangestellten. Und — sicher auch in Folge des technologischen Fortschritts — natürlich das Auftauchen einer ganzen Klasse an „neuen Selbständigen“, die zum Teil tatsächlich Eigentümer ihrer Produktionsmittel sind, trotzdem aber Mehrwert produzieren müssen, den sie oft genug nicht selbst abschöpfen können. Vom Verschwinden der „Normalarbeitszeit“ mal gar nicht zu reden!

Umgekehrt sind wir in einem neuen Feudalismus gelandet — der erwähnte Trump ist ein gutes Beispiel, hat der doch sein Vermögen nicht durch eigene Akkumulation erlangt, sondern durch Erbschaft. Wie viele andere ist er eigentlich ein klassischer Rentenkapitalist. Vom Tellerwäscher zum Millionär spielt es noch seltener als früher — Reichtum und Bildung werden heute großteils vererbt, wie einstens bei den Fürsten und Grafen. Nur der oberste Lehensherr ist heute eben kein Kaiser mehr sondern ein gesichtsloses Banken- und Firmengeflecht. Der Adressat des Protests verschwindet dahinter und die Herrschaftsverhältnisse stellen sich selbst als Sachzwang dar — daher auch meine Frage, wie denn heute zu handeln sei.

Wenn du sagst, du willst nur analysieren, was aktuell Sache ist: Der einzelne Kapitalist klassischen Zuschnitts hat aktuell kein Interesse daran, einen gemeinnützigen Mehrwert produzieren zu lassen — sprich diese Art von Produktivität gibt es kaum. Wobei noch zu diskutieren wäre, was denn eigentlich diese für die Gesellschaft sinnvolle Produktion wäre. Die Frage habe ich nächtelang diskutiert: Würden wir nach der Weltrevolution noch bspw. Gummibärli produzieren und wer entscheidet, was eine gesellschaftliche sinnvolle Produktion ist? Wenn es nicht Smiths „unsichtbare Hand“ ist, was kann dann das Movens neuen Produzierens sein? Wie kommen wir zu einer in diesem Sinne echten Wertschöpfung? Wie kann der Wert einer Ware beurteilt werden, wenn sowohl die aufgewendete Arbeitszeit als auch der dafür erzielte Preis keine Kriterien sind? Und damit schließt sich der Kreis, denn damit komme ich zurück auf deinen Buchtitel: Was genau ist jetzt deine „Kritik des Arbeitswerts“?

KC:
Du gehst jetzt auf die zuletzt von mir erwähnten Umbrüche im Herrschaftsmuster des Kapitalismus ein und wiederholst dann die Frage, was sie für unser politisches Handeln bedeuten. Ich möchte hier nur kurz andeuten, wie mein Buch mit dieser Frage umgeht. Es hat zwei Teile, von denen der erste meine Sicht der marxschen Arbeitswerttheorie darstellt. Die Besonderheit dieser Sichtweise besteht gerade darin, dass sie den Arbeitswert konsequent vom HANDELN her begreift. Anders gesagt: Sie weist alle Interpretationen zurück, die im Arbeitswert einen unser Handeln deterministisch lenkenden Steuerungsmechanismus sehen wollen. Im zweiten Teil des Buches versuche ich dann zu zeigen, wie man auf Basis dieser von der menschlichen Praxis ausgehenden Interpretation des Arbeitswerts die krisenhaften Entwicklungen des Kapitalismus so analysieren kann, dass Spielräume aber auch Grenzen für mögliches politisches Handeln deutlich werden.

Nun möchte ich etwas zu Deiner Sicht auf das Interesse der einzelnen Kapitalisten an der Produktion von „gemeinnützigem Mehrwert“ sagen. Denn aus ihr resultiert ja Deine Skepsis bezüglich der Existenz von Ansätzen zu systemtranszendierender Produktivität: Erstens glaub ich, dass das Verhältnis der einzelnen Kapitalisten zum Gemeinwohl trotz aller Profitorientierung nicht ganz so einfach ist, wie Du es hier darstellst. Und zweitens gibt es in unserem Wirtschaftssystem neben den Kapitalisten auch andere Akteure, deren Interessen nur mittelbar oder gar nicht mit der Profitorientierung verknüpft sind — angefangen von den verschiedenen öffentlichen, halböffentlichen und gemeinnützigen Institutionen bis hin zur Zivilgesellschaft und den in diesem Sektor entstehenden Bewegungen. Aber es ist klar, dass systemtranszendierende Produktivität auch in all diesen Bereichen immer nur in Ansätzen realisiert wird. An diesen Ansätzen jedoch gilt es anzuknüpfen.

Wie kann der Wert einer Ware beurteilt werden? Ach, da könnte ich nur mit einer ganz langen Antwort sinnvoll reagieren. Eine möglicherweise dogmatisch klingende Kurzantwort: Arbeitswert hat eine Ware nur in dem Maß, in dem sie auch Gebrauchswert hat. Die Preise pendeln im großen und langfristigen Durchschnitt aller Märkte um die Arbeitswerte. Und der Arbeitswert selbst entspricht der beim jeweiligen Stand der Produktivkräfte erforderlichen Arbeitszeit, wobei es um die in Zeiteinheiten gemessene abstrakte Arbeit geht. Diese ist ein Durchschnitt aus allen konkreten Arbeitstypen.

Und auch nur ganz kurz zur Frage der sinnvollen Produktionsziele einer vielleicht einmal entstehenden sozialistischen Gesellschaft und zur Frage, wer über diese Ziele entscheidet: Über die erste dieser beiden Fragen müssen wir uns heute noch nicht wirklich den Kopf zerbrechen, wobei aber jetzt schon klar ist: Ein Sozialismus ohne Gummibärli geht gar nicht! Und zur zweiten Frage will ich hier auch nicht mehr sagen, als dass diese Zielfindung so weit wie möglich demokratisch erfolgen müsste. Über die Formen und Methoden dieser Demokratisierung des Produktionsprozesses kann man ebenfalls wieder nächtelang diskutieren und Bücher schreiben —  entwickeln müssten sie dann aber ohnehin erst die den Transformationsprozess tragenden Bewegungen.

Damit komme ich zu Deiner letzten Frage, die sich auf den Buchtitel ‚Kritik des Arbeitswerts‘ bezieht. Er soll auf ein erkenntniskritisches Herangehen an den ‚Arbeitswert‘ hinweisen. So wie Kant in seiner Kritik der reinen Vernunft das menschliche Erkenntnisvermögen umfassend auf den Prüfstand gestellt hat, möcht ich in diesem Buch eine zentrale Kategorie der marxistischen Ökonomie auf ihre Aussagekraft und Praxisrelevanz hin überprüfen. Dieser Titel schlägt auch eine Brücke zu meinen übrigen erkenntniskritischen Studien und Aufsätzen, in denen ich die Bezüge von zentralen Begriffen und Kategorien der Physik zum menschlichen Handeln analysiere. Genaueres dazu findet sich im Vorwort zum Buch über den Arbeitswert, das man auf meiner Webseite lesen kann.

akin:
Okay, ich kann nicht sagen, daß ich das alles verstanden hab. Eins aber schon: Ich sollte das Buch wohl ganz lesen. Immerhin: Everything confused, but on a higher level. Ich danke für das Interview.

Interview: Bernhard Redl

*
Das im Interview erwähnte Vorwort findet sich unter http://www.erkenntnistheorie.at/oekonomie/

 

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